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NEWS: Nr. 24 / November 2017 - jetzt reinlesen...

Adventsimpulse - Zukunftsträger - Verbandsaktivitäten - Fragen & Antworten - IGEHO - Nez Rouge ... darüber und noch über vieles mehr berichten wir in unserem November News-Blatt! Lesen Sie gleich …

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Berufsbildnerkurs 5 Tage - Start: 06. November 2017

Koch - Restauration - Hotelfach - Systemgastronomie. Freuen Sie sich auf einen spannenden und lehrreichen Kurs.

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10. Wettbewerb Aargauer Gastro Lernender 2018

Ein unvergesslicher Abend erwartet die Lernenden und die Gäste: farbenfrohe Tischdekos, einmalige Kreationen aus der Küche und einiges mehr ...

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Würz-Bissen

Mit unseren Würz-Bissen möchten wir Ihnen ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern. Unser Autoren haben Erlebnisse aus dem Gastronomie-Alltag aufgeschnappt und diese in treffender Form zu Papier gebracht.

Lesen Sie gleich selber...

Genuss von Ruhe und Wellness / August 2016

Wir alle sind nicht gefeit vor Angeboten, Aufgaben und Arbeiten sowie Verpflichtungen gegenüber unseren Kindern und Partnern. Stress und Hektik sind ungesund, deshalb gehören Depression und Burnout, aber auch Herzinfarkte und andere stressbedingte Krankheiten zu den Volkskrankheiten schlechthin.
Der total überfüllte Freizeitkalender macht dies nicht einfacher. Jeder will überall dabei sein, wir werden täglich per Mail, Facebook, SMS oder Telefon darauf aufmerksam gemacht, was wir alles verpassen. Dabei ist es doch das Wichtigs-te, Prioritäten zu setzen, damit man in seinem Leben zufrieden ist. Und immer wieder Freiraum schaffen, um das Erreichte zu hinterfragen und Ziele zu fokussie-ren die einem persönlich weiterbringen. Sicherlich ist das nicht immer einfach, aber ein guter Spruch von Mahatma Gandhi (1869 - 1948) vor über 70 Jahren ist:

"Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig die Geschwindigkeit zu erhöhen."

Wie wäre es mit einem frisch zubereiteten Essen in einem gepflegten Gastronomiebetrieb? Interessante Gespräche mit einem reizvollen Gegenüber – die Zeit zusammen pflegen und geniessen, sich gegenseitig inspirieren, ohne ständig auf das Smartphone zu schauen? Auch in der 24h-Gesellschaft in der wir leben, müssen wir nicht immer erreichbar sein. Vertraute Gespräche, genussvol-les Essen und ein entspanntes Ambiente sparen so manchen Psychiater.
In diesem Sinne: Setzen Sie Prioritäten und gönnen Sie sich in der Freizeit Ruhe. Oder modern ausgedrückt «Wellness». Geniessen Sie bewusst Ihre Frei-Zeit….

Entspannte Grüsse - Lukas Hürlimann, Vizepräsident GastroAargau

 

Nachservice, bitte / Mai 2016

Im Servicepraktikum. Jeden Freitagabend war der hübsche Mann bei uns im Bären. In meinem Bauch kribbelte es, wenn die Tür aufging und er hereinkam. Dieses Mal  wählte er ein Gericht  bei dem die Spätzlis à part gereicht wurden.
Ich servierte gekonnt den Teller und schöpfte elegant die Beilage. Nach 10 Minuten rief mich der Gast und bat um Nachservice. Am Tisch, ich weiss nicht, ob es an seinem charmanten Blick lag oder den hüpfenden Schmetterlingen in meinem Bauch – auf jeden Fall kippte mir die Pfanne aus dem Servicetuch und die Spätzlipracht verteilte sich über den Boden. Mit rotem Kopf schaute ich den Gast an, bückte mich und räumte alles so schnell als möglich weg.
Er grinste nur und meinte, dass er noch nie einen so witzigen Nachservice bekommen habe. Na ja, Punkte für mein Praktikumszeugnis gab dies selbst-
verständlich keine, doch als ich nach der Schicht ins Auto stieg, steckte eine Visitenkarte von ‚meinem‘ Gast unter dem Scheibenwischer: "Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Besuch bei dir im Restaurant!"

Daraus wurde dann echt eine Liebesbeziehung – zwar nicht fürs Leben, dafür eine Geschichte, an die ich seither bei jedem Nachservice denke.

Schmunzelnde Grüsse, Claudia Rüttimann

 

Die Gäste von Einst und Heute / März 2016

Die goldenen Gastrojahre – in schönsten Erinnerungen schwelgen dabei die "älteren" Gastronomen. Täglich sei das Restaurant voll gewesen, gutes Geld hätten Sie verdient. Da sei noch zünftig Wein und Bier getrunken worden, dicke Zigarren wurden geraucht und ein Cognac dazu geschlürft - und notabene wurde das Ganze mit Champagner gestartet. Das waren noch Zeiten. Und heute? Das Eis ist dünner geworden, die Kalkulation straffer, ein-schränkende Promillegrenze und Rauchverbot, teureres Personal usw.
Ja so ist es, die Zeiten ändern sich. Ich glaube nicht, dass das Rauchverbot und die neue Promillegrenze der Todesstoss in der Gastronomie ist. Die heutigen Preise in der Gastronomie sind transparent, der Gast weiss was der Gastronom im Einkauf bezahlt und der Kunde will eine Top-Qualität. Nicht nur beim Fleisch und Gemüse, nein, auch im Service und aus dem Keller. Geben wir ihm das doch! Die Gastronomie funktioniert heute noch genau gleich wie früher: wer dem Gast ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis anbietet hat Erfolg. Aber ein solch' richtig "geiles, fettes" goldenes Gastrojahr – das würde ich auch mal gern erleben…

Würzige Grüsse - Michael Hauenstein (Vorstandsmitglied bis April 2016)

 

Interessiert? Motiviert? / November 2015

…das sollten Mitarbeitende und auch Lernende in unseren Betrieben sein. Wissensdurstig stellen wir uns auch unsere zukünftigen Lernenden vor – "d'Schnupperstifte"! Hast du auch schon Nüsslisalat gerüstet? Aber sicher! Na dann, rüste mal die beiden Gitter schönsten, frischen Nüsslisalat. Verlässt man dann für 20 Sekunden die Küche, endet der arme Nüssler bereits im Fiasko, nämlich im dampfend heissen Trog, doch Gott sei Dank: ohne Seife. Der unschuldige Blick verrät, der junge Mann musste in seinem Leben noch nie Salat rüsten, denn der kauft Mutti immer im Sack, gerüstet und gewaschen. Danach geht’s weiter zum Mittagstisch decken. Nach 40 Sets auf dem Tisch auflegen braucht der Gute erst einmal 10 Minuten Verschnaufpause – das war ein hartes Stück Arbeit. Ob er ins Schwitzen kommt wenn er noch die Serviette und das Besteck eindeckt? Ja, liebe Mami's und Papi's – eine tolle Konsumgeneration habt ihr heranerzogen. Ich gehe zurück zu unseren Lernenden und stelle mit grösster Freude fest – es gibt sie noch…die Jungs und Mädels die anpacken können!

Ein schmunzelnder Würz-Gruss - Michael Hauenstein (Vorstandsmitglied bis April 2016)

Mittwochs auf der Bergrestaurant-Terrasse / Oktober 2015

Mit meinem Sohn bin ich öfters im Winter beim Skifahren und im Sommer beim Bergwandern. Kürzlich genossen wir auf einer Restaurant-Terrasse unser feines Mittagsmenu. Am Nebentisch sassen zwei Familien - vier Erwachsene und vier Kinder - und tranken Cola und Bier. Dann packte die Mutter diverse Speisen aus dem Rucksack, obwohl unmissverständlich und zweisprachig angeschrieben stand „NO PICKNICK“. Ein paar Minuten später, gruben die beiden Herren und alle vier Jugendlichen ihre Handys aus den Hosentaschen und begannen zu gamen, zu chatten und zu simslen. Nur die beiden Frauen unterhielten sich noch über die ach so teure Schweizer-Hotellerie. Wenn man bedenkt, dass vor 30 Jahren noch niemand ein Handy hatte und die Welt auch funktionierte, und wenn man bedenkt, dass die Handygebühren am Nebentisch pro Monat wohl CHF 500.— übersteigen und man damit drei Mal pro Monat den feinen Hackbraten mit Kartoffelstock zu CHF 20.— oder ein anderes Menu geniessen könnte, dann gibt mir das zu denken.

Im Gespräch mit meinem Sohn hatte dieser dann auch die einzig richtige Antwort: Papi nicht aufregen, die schöne Aussicht und das feine Essen geniessen. Genau das machten wir dann auch!  

Mit würzigen Grüssen - Bruno Lustenberger

Kinderglück im Restaurant / Juni 2015

Vielleicht weil meine Frau und ich eher spät Kinder hatten, oder aber vielleicht weil es bei unseren Eltern schon so war, gibt es bei uns praktisch jeden Sonntag einen Sonntagsausflug. Wenn die Erwachsenen – also meine Frau oder ich - entscheiden dürfen führt uns der Ausflug entweder auf einen Berg, oder dann in eine Stadt, bevorzugt mit Seeanstoss. Wenn unsere beiden schulpflichtigen Kinder entscheiden dürfen, so war es in der Vergangenheit so, dass der Spielplatz das wichtigste Entscheidungskriterium war. Jetzt hat sich das Blatt geändert, und das Kulinarische wird immer wichtiger. Mit der Kinderkarte ist bei unserem 13-jährigen Sohn kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Meistens möchte er das gleiche Menu wie wir Erwachsene, vielleicht einfach nur die Halbe- oder eine Zweidrittel Portion, es darf aber ruhig auch exotisch sein. In vielen Restaurants ist dies möglich, und dies sind dann wohl auch die Restaurants wo wir die nächsten Jahre einkehren werden. So ändern sich die Essensgewohnheiten, und meine Frau und ich haben Freude daran, dass nicht nur fast food in is(s)t.

Mit würzigen Grüssen - Bruno Lustenberger